Willkommen beim Shingitai-Dojo
Was ist ein Dojo?

Auszug aus dem Buch »Aikido« (1986) von Meister Nobuyoshi Tamura:

Der Dojo ist ein Ort in dem man den Weg übt. Man könnte sich eine Mischung aus Turnsaal und Kirche vorstellen, um die Atmosphäre und den Sinn des Raumes zu erfassen. Sobald man die Eingangstüre durchschreitet, akzeptiert man die Dojoregeln und bereitet sich geistig auf die kommenden Übungen vor.«

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Die Bedeutung des »Shin-Gi-Tai«

Das japanische Prinzip der Vereinigung von Geist (shin), Können (gi) und Körper (tai) ist ein wichtiges Konzept des modernen Budo. Nur durch die Vereinigung dieser drei Elemente kann der Mensch über sich hinauswachsen und die höchste Stufe der Kampfkünste erreichen.

shin

Das Zeichen »shin« stellt zunächst den Begriff »Geist« dar. Wenn dieses Zeichen aber in seiner vollen Bedeutung interpretiert wird, gelangt man letztendlich zu den Begriffen »Herz« und »moralische Integrität«. Die tiefere Bedeutung dieses Zeichens liegt darin, sich einer Aufgabe um der Liebe willen widmen zu wollen und nicht des Profits wegen. In seinem tiefsten Inneren soll der Mensch seine Emotionen sammeln und sich mit ihrer Hilfe auf seine Aufgabe konzentrieren.

gi

Das nächste Zeichen »gi« – auch »wasa« genannt – bedeutet Können, Technik, Fertigkeit. Es beinhaltet die Notwendigkeit, ständig zu lernen und seine Fertigkeiten ständig weiter zu entwickeln. Beharrliches Training – auch wenn es manchmal beschwerlich ist – ist der einzige Weg, sich steigern zu können.

tai

Das letzte Zeichen ist »tai«, das zunächst mit »Körper« übersetzt wird. Im Kontext verweist es darauf, dass der Mensch seine körperliche Verfassung sorgsam pflegen und auf einem hohen Niveau kultivieren muss. Er ist nur durch selbstaufgestellte Schranken begrenzt. Aber Grenzen dieser Art sind nicht zwingend und können letztlich überwunden werden.

Shin-Gi-Tai bedeutet die Vereinigung der drei Elemente Geist, Technik und Körper, die zusammen den Menschen ausmachen. Wird auch nur ein einziges dieser Elemente vernachlässigt, fehlt die harmonische Ausgewogenheit und es ist nicht möglich, in den Kampfkünsten einen Fortschritt zu erzielen.


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Dojo-Ordnung
  1. Der Iaido-Übungsraum heißt Dojo. Hier wird Iaido der Zen Nihon Kendo Renmei (ZNKR) und der Muso Shinden Ryu betrieben, das aus körperlicher und geistiger Erziehung besteht. Das Verhalten im Dojo muss daher immer der Atmosphäre eines Ortes innerer Sammlung angepasst sein.
  2. Im Dojo herrscht strenge Ordnung und Disziplin. Das Wort des Sensei oder des Sempai (Übungsleiter) ist Gesetz! Er hat die Pflicht und das Recht, jeden zurecht­zuweisen, der sich nicht in die Disziplin einordnet.
  3. Am Beginn und am Ende der Übungsstunde wird eine Verbeugung zum Ehrenplatz und zum Sensei oder Sempai ausgeführt. Der Sensei oder Sempai sitzt auf der einen, die Schüler auf der anderen Hallenseite, von rechts nach links nach Dan-Graden geordnet. Das Hinsetzen und Aufstehen erfolgt auf ein Zeichen des Ranghöchsten in der schul­mäßigen Form gleichmäßig.
  4. Der Unterricht soll regelmäßig besucht werden. Ein Zuspätkommen ist unter allen Umständen zu vermeiden. Lässt es sich nicht umgehen, sollte der Sensei oder Sempai oder ein Mitschüler benachrichtigt werden. Bei späterem Eintreffen im Dojo macht der Iaidoka für sich die allgemeine sowie die persönliche Begrüßung des Sensei oder Sempai am Hallenrand. Danach ordnet er sich nach kurzen Lockerungsübungen in den Übungsablauf ein.
  5. Jeder Iaidoka soll in seinem sauberen und ordentlichen Iai-Dogi (Hakama, Gi, Obi) gekleidet sein. Das Dojo darf nur mit bloßen Füßen betreten werden (im Winter mit Tabi). Außerhalb benutzt man in jedem Fall Zori, Slipper oder Schuhe.
  6. Während des Unterrichts wird nur in Ausnahmefällen gesprochen, und nur über Dinge, die den Unterricht selbst betreffen. Auch unkontrollierte Laute sind zu vermeiden.
  7. Ein Schüler sollte niemals ohne die Erlaubnis des Sensei oder des Sempai die angesagte Übung abbrechen, zu anderen Übungen übergehen oder gar das Dojo verlassen.
  8. Wer mit einem Partner übt, macht zu Beginn und nach Beendigung der Übung eine Verbeugung vor dem Partner.
  9. Ein Iaidoka, der zurzeit nicht übt, setzt sich still an den Hallenrand und beobachtet das Geschehen. Bei Erklärungen durch den Sensei oder Sempai setzen sich alle an den Hallenrand auf die Knie (seiza).
  10. Die Iaidoka sollen untereinander hilfreich, freundlich und zuvorkommend sein. Sie sollen während ihres gesamten Iai-Studiums gegenseitige Freundschaft zeigen.
  11. Jeder Iaidoka soll sich für die Verbreiterung der Kunst so gut er kann, nach bestem Wissen und Können zu jeder Zeit einsetzen.
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